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Achillhenge spaltet die Gemeinde

Februar 2012

Betonkonstrukt in Achill

Betonkonstrukt in Achill

Diese 30 Betonsäulen mit jeweils 4,5 m Höhe sorgen seit Ende November in Achill für Aufregung. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion stellte ein insolventer Unternehmer diese Zement-Konstruktion auf, die ca. 100 m im Umfang misst, und die auf Land steht, das  im Besitz der Gemeinde ist.

Schnell wurde dieses Bauwerk als „Achillhenge“ bekannt, da es an die Steinkreise von Stonehenge erinnert. Und schnell wurde auch der „Bauherr“ vom Bezirk aufgefordert, das Bauwerk wieder zu entfernen, da er ohne Baugenehmigung gebaut hatte. Der Erbauer, der aus Achill stammt, aber nicht mehr dort lebt, war im Jahre 2010 schon  durch eine andere medienwirksame Aktion ins Rampenlicht gerückt, mit der er sich gegen eine staatliche Rettungsaktion einer pleite gegangenen irischen Bank richtete.

Warum Joe McNamara den Betonblockkreis aufbaute, was er tatsächlich darstellen soll, und ob nicht eigentlich noch eine zweite Bauphase geplant war, weiss man nicht. Dass er ihn aber keinesfalls abreißen möchte, ist bestätigt: Mr. McNamara stellte bei der zuständigen regionalen Behörde einen Antrag, seine Konstruktion nachträglich u.a. als Ziergarten und damit als baugenehmigungsfrei zu kategorisieren. Dem Antrag wurde im Januar 2012 nicht stattgegeben. Mr. McNamara trug diesen Vorgang flugs zu der nächst höheren Instanz, dem nationalen Planungsausschuss, der nun entscheiden muss, ob er ohne Genehmigung bauen durfte oder nicht. Ein nächster Gerichtstermin ist für den 21. Februar 2012 angesetzt.

Die Meinungen über Achillhenge gehen auf Achill auseinander. Einige sagen, dass  Achillhenge stehen bleiben soll, weil es den Tourismus ankurbelt. Und tatsächlich waren schon diverse Journalisten von irischen und englischen Zeitungen vor Ort, um über das „Kunstwerk“ zu berichten. Auch gibt es eine handgemachte Beschilderung, die den Neugierigen den Weg von der Hauptstraße zu diesem Bauwerk weist. Andere nehmen eine eine juristische Perspektive ein und sagen, dass er 1. ohne Genehmigung und 2. auf Gemeindegrundstück gebaut hat. Also weg damit! Und die Historische und Archäologische Gesellschaft von Achill befürchtet, dass es verheerende Auswirkungen für die zukünftige Erhaltung von archäologischen Stätten in der Nähe haben könnte, wenn man „einfach so“ irgendwo bauen dürfe.

Wer sich über den Stand der Dinge auf dem Laufenden bleiben möchte, kann das am einfachsten in der wöchentlich erscheinenden Mayo News tun.

Aktueller Stand Ende Juli 2012: Achillhenge muss abgerissen und das Gelände unter Aufsicht eines Archäologen und eines Ökologen wieder in den Ursprungszustand gesetzt werden, entschied das Hohe Gericht. Sollte Herr McNamara dem Beschluss nicht in angemessener Zeit nachkommen, wird das County Mayo den Abriss durchführen und Herrn McNamara in Rechnung stellen. Hm. Kurz zur Erinnerung: Herr McNamara ist insolvent. Ich bin gespannt, wie die Geschichte weiter geht.

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